GLÜCKLICH ZU SEIN BEDEUTET NICHT, DASS ALLES PERFEKT IST

glücklich sein tanzen Regen

Wir arbeiten an unseren to-do-Listen, wollen mehr Geld verdienen, unsere Eltern stolz machen – und irgendwann in einem schönen Haus leben, mit einem Partner, der einfach nur „Wow“ ist und endlich glücklichsein. Perfektion ist in unseren Köpfen gleich Glück.

Aber ist unser Bestreben, das perfekte Leben zu führen, zum Scheitern verurteilt?

Und würde es uns am Ende überhaupt glücklich machen?

Wir stellen hohe Anforderungen an uns, wir müssen im Beruf vorankommen, erfolgreich sein und setzen uns auch privat unter Druck. Wir fühlen uns dazu verpflichtet, den Idealen der Medien zu entsprechen. Und als ob das noch nicht genug wäre, scheinen es Andere um uns herum irgendwie hinzubekommen – und wir fühlen uns wie Versager.

Aber wir vergessen dabei etwas Wichtiges: Was wir in anderen und den Medien sehen, ist lediglich die beste Seite – wir sehen nicht das ganze Bild. Niemand sieht morgens wie ein Filmstar aus, und so schön uns Heidi und andere Models auf Magazin Covers auch anlächeln – auch bei ihnen läuft nicht immer alles nach Plan. Auch ihnen wurde schon mal das Herz gebrochen. Auch sie haben Probleme, kennen den Geschmack von Tränen und sind nicht immer glücklich.

Wir sehen nur ihre Schokoladenseite und wenn wir uns, und unser Glück daran messen, dann ist das ein unfairer Kampf, dem wir uns da aussetzen. Ein Kampf, der sich wie ein niemals still stehendes Laufband anfühlen kann.
Ich hatte den Job und das Auto, das ich wollte. Ich hatte mein Traumgewicht, eine herrlich schöne Wohnung, und auch: Freunde, einen tollen Freund und keine Geldsorgen – ich hätte wirklich glücklich sein sollen. Aber dieses Gefühl war für mich in weiter Ferne – auch wenn es für andere nicht so ausgesehen hat: Ich fühlte mich leer. Und so wurde die Idee geboren, das Abitur nachzuholen. Ein Studium musste mich doch dann glücklich machen. Aber ich lief in die falsche Richtung.

Auf den Reisen begegneten mir immer wieder Menschen, die wahrhaft glücklich waren. Ich konnte es in ihren Augen sehen. Es waren Menschen, deren Kindern mit Cola Dosen Fußball spielten. Die in einem Zelt in der Steppe schliefen und bei Sonnenaufgang aufstanden, um ihr Vieh zu versorgen. Die einen kleinen Gemüse – und Obststand am Straßenrand führten, sieben Tage die Woche, von morgens bis abends, nur um so viel zu verdienen, dass es zum Überleben reichte.

Diese Menschen haben mir gezeigt, wieso sie glücklich waren und wie auch wir ein glücklicheres Leben führen können:

Mach das Beste aus dem, das du hast

 

Ein sorgenfreies Leben, bedeutet nicht automatisch glücklich zu sein

 

Niemand hat ein perfektes Leben

 

Die to-do-Liste wird nie abgearbeitet sein

 

Glück bemisst sich nicht an Geld

 

Wir planen unser Wochenende und sind dann tierisch genervt, wenn es regnet. Das hindert uns daran, die wundervolle Tatsache, dass (endlich) Wochenende ist, zu genießen. Dass wir Zeit mit unseren Liebsten verbringen, und tun und lassen können, was wir wollen, geht in unserem Ärger über das Wetter unter.

Wir wollen unsere to-do-Liste erledigt und erleichtert in den Müll werfen, aber je schneller wir sie abarbeiten, desto schneller tauchen wieder neue must-do’s darauf auf.

Wir haben nie genug Geld beiseite gelegt, also arbeiten wir weiterhin auf den Tag hin, an dem wir so viel gespart haben, dass wir uns wohl fühlen und kürzer treten können. Dieser Moment wird aber nie kommen, denn wir wollen immer mehr.

Wir suchen nach dem perfekten Partner, obwohl Mensch zu sein bedeutet: Macken zu haben und Fehler zu machen.

Wir wollen, dass die Dinge genau nach unseren Vorstellungen verlaufen – aber so ist das Leben nicht. Das Leben besteht aus Hochs und Tiefs, und auch über die Glücklichsten unter uns, wird irgendwann ein Unwetter ziehen.

Wir suchen nach dem perfekten Job, den wir lieben und zu dem wir jeden Tag aufs Neue gerne gehen – aber jede Medaille hat zwei Seiten. Sogar berühmte Fußballspieler oder Sänger, die ihre Leidenschaft leben, beschweren sich über ihren vollen Terminkalender, klagen über Heimweh und dem massiven Druck der Medien. Und die andere Seite der glänzenden Medaille ist ebenso wahr – wahre Perfektion, ist nicht perfekt.

Wenn wir illusorischen Erwartungen hinterherjagen und denken, sie würden uns glücklich machen, haben wir etwas übersehen: Glück können wir in den vielen kleinen und großen Momenten spüren, die wir tagtäglich erleben.

Glücklich zu sein bedeutet, mehr das zu lieben, was man hat. Wenn wir uns in jedem nicht-perfekten Moment auf das Gute daran besinnen, werden wir uns erfüllter fühlen und anfangen, glücklich zu sein.

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